Das Ende der Glühbirne
Die Glühbirne muss gehen - Alternativen stehen aber längst bereit
Wien, am 25.8.2009. Mit 1. September 2009 werden die traditionellen Glühlampen entsprechend der neuen EU-Verordnung bis 2012 schrittweise vom Markt genommen. Lampen der 100 Watt-Klasse machen den Anfang. Eine technisch effizientere Weiterentwicklung der Glühlampe bleibt aber in Form der Halogenlampe weiterhin am Markt erhältlich.
Die Sorge, mit dem Wegfall der klassischen Glühbirne nur noch auf die Energiesparlampe angewiesen zu sein, ist unbegründet. Ebenso wie die Angst, die Energiesparlampe sei gesundheitsschädlich oder ökologisch bedenklich.
Fritz Unterpertinger, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, erklärt: „Die Energiesparlampe ist wesentlich besser als ihr Ruf. Bei normaler und üblicher Nutzung und ordnungsgemäßer Entsorgung als Elektromüll ist dem Einsatz von Energiesparlampen laut internationalen Studien nichts entgegenzuhalten.
Entsprechend der EU-Richtlinie zur Elektro- und Elektronikaltgeräteentsorgung ist der Handel zur Rücknahme der Energiesparlampen verpflichtet bzw. können sie auch an Sammelstellen abgegeben werden.
Zu beachten sind aber weiterhin die großen Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Kurze Haltbarkeit, unerwünschte Lichtfarbe oder eine geringe Lichtausbeute sind bei Produkten vor allem im Billigsegment durchaus noch möglich.
Die Österreichische Energieagentur empfiehlt daher, sich im Elektrofachhandel beraten zu lassen und die gewünschte Energiesparlampe dort auch vor Ort zu testen. „Eine unliebsame Überraschung zuhause kann man damit einfach vermeiden“, so Fritz Unterpertinger.
Wer sich schon vorab über das bereits vielfältige Marktangebot informieren möchte, findet auf www.topprodukte.at Informationen und Produkttests.
Halogenlampe als Alternative zur Standardglüh- und Energiesparlampe - in unterschiedlichen Formen und Größen
Wer dennoch nicht auf die gewohnte Lichtqualität der Glühlampe verzichten möchte, kann ab 1. September 2009 auf Halogenlampen zurückgreifen. Diese sind moderne, bis zu 50 % effizientere Glühlampen. Die Beleuchtungsqualität entspricht jener der klassischen Glühlampe, die Lebensdauer der Halogenlampe ist aber doppelt- bis dreimal so hoch. Erreicht wird dies durch eine Füllung der Lampe mit ungiftigen Edelgasen (Krypton oder Xenon mit Halogenanteil).
Neben den bekannten Halogenspots stehen seit kurzem auch Halogenlampen der Effizienzklassen B und C im Design der klassischen Glühlampe (Birnen- und Kerzenform) mit unterschiedlichen Fassungsgrößen zur Verfügung.
Auch wenn die Halogenlampen in der Anschaffung teurer sind, spart man durch ihre Effizienz im Betrieb bares Geld. In Bestände alter Glühlampen zu investieren ist unter dem Kostenaspekt demnach nicht sinnvoll.
Was bringt die Zukunft?
In Zukunft wird neben Halogen- und Energiesparlampen auch die LED-Technologie eine zentrale Rolle spielen. Die LED kann insbesondere dort, wo heute die Halogentechnologie aufgrund der spezifischen Lichtqualität dominiert, noch beträchtliche Effizienzgewinne ermöglichen. Im Bereich der Schreibtischlampen und Spotbeleuchtung sind bereits hochwertige Produkte am Markt verfügbar. LED-Spots guter Qualität und mit entsprechender Lichtleistung kosten derzeit allerdings noch ca. 40-50 € . Günstigere LED-Produkte liefern derzeit oft noch nicht die gewünschte Qualität.
Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency:
Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme, führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt klima:aktiv – die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Weitere Informationen für Mitglieder und Interessenten unter www.energyagency.at.
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