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Energieverschwendung vermeiden

Die Senkung des Energieverbrauchs und die Vermeidung von Energieverschwendung sind wesentliche Ziele der Europäischen Union.

Europäische Strategie für Energieversorgungssicherheit

Im Grünbuch über die Energieversorgungssicherheit der Europäischen Union ("Hin zu einer europäischen Strategie für Energieversorgungssicherheit") wurde hervorgehoben, dass aktuellen Prognosen zufolge die Energieimportabhängigkeit der EU bis zum Jahr 2030 von 50 % auf 70 % steigen wird, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Gleichzeitig nimmt der Ausstoß an CO2 und anderen Treibhausgasen in der EU weiterhin zu und verursachen menschliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Energienutzung nicht weniger als 78 % der Treibhausgasemissionen in der Gemeinschaft.

Aus diesem Grund erkannten die Mitgliedsstaaten die politische Notwendigkeit, die Energieeffizienz bei der Endnutzung zu verbessern, die Energienachfrage zu steuern und die Erzeugung erneuerbarer Energie zu fördern, um dadurch die Abhängigkeit der EU von Energieimporten zu verringern und zu einer Verbesserung der Versorgungssicherheit beizutragen.

Entwicklung einer Gemeinschaftsstrategie

In seiner Entschließung vom 7. Dezember 1998 über Energieeffizienz in der Europäischen Gemeinschaft hat der Rat für die Gemeinschaft als Ganzes die Zielvorgabe der Verbesserung der Energieintensität des Endverbrauchs bis zum Jahr 2010 um einen zusätzlichen Prozentpunkt jährlich gebilligt. In den Schlussfolgerungen des Rates vom 5. Dezember 2000 wird die Förderung der Energiedienstleistungen durch die Entwicklung einer Gemeinschaftsstrategie als vorrangiger Bereich für Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz genannt.

Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz

In diesem Zusammenhang hat die Kommission einen Aktionsplan beschlossen, dessen Ziel die Senkung des Energieverbrauchs um 20 % bis zum Jahr 2020 ist. Der Aktionsplan umfasst Maßnahmen, mit denen die Energieeffizienz von Produkten, Gebäuden und Dienstleistungen verbessert und der Wirkungsgrad der Energieerzeugung und -verteilung erhöht werden soll. Ferner sollen damit die Auswirkungen des Verkehrs auf den Energieverbrauch vermindert und die Finanzierung und Durchführung von Investitionen in diesem Bereich verbessert werden. Weiters sollen Impulse für vernünftiges Verhalten im Bereich des Energieverbrauchs gegeben und gefördert und internationale Energieeffizienzmaßnahmen intensiviert werden. 

Energieeffizienz und Nachfragesteuerung als Alternative

Die Richtlinie steht in Einklang mit der Richtlinie 2003/54/EG über gemeinsame Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt sowie der Richtlinie 2003/55/EG über gemeinsame Vorschriften für den Erdgasbinnenmarkt, die die Möglichkeit bieten, Energieeffizienz und Nachfragesteuerung als Alternative zu neuen Lieferkapazitäten und für Zwecke des Umweltschutzes zu nutzen. Allerdings hat die Liberalisierung nicht zu einem wesentlichen Wettbewerb bei Produkten und Dienstleistungen geführt, der eine höhere Energieeffizienz auf der Nachfrageseite hätte bewirken können. 

 

 
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