Hohe Ziele auf nationaler und internationaler Ebene
Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene liegen konkrete Effizienzziele vor.
Die Energieeffizienz- und Energiedienstleistungsrichtlinie schreibt für das Jahr 2016 einen jährlichen Energieeinsparrichtwert in Höhe von 9 % des durchschnittlichen Endenergiebedarfs der Jahre 2001 bis 2005 vor. Für Österreich bedeutet das einen Einsparrichtwert von 17,9 PJ im Jahr 2011 bzw. 80,4 PJ im Jahr 2016.
Zusätzlich zum 9%-Ziel bis 2016 einigte sich der Europäische Rat beim Frühjahrsgipfel 2007 in Lissabon auf ein Einsparziel in Höhe von 20 % des EU-Energieverbrauchs gemessen an den Prognosen für 2020.
Auch die österreichische Bundesregierung fordert im Regierungsprogramm für die XXIV. Gesetzgebungsperiode eine „stärkere Entkoppelung zwischen Wirtschaftswachstum und dem Energieverbrauch zur Verbesserung der Energieintensität.“ Bis 2010 soll eine energie- und klimapolitischen Gesamtstrategie und Aktionspläne für die Bereiche Bauen und Wohnen, Mobilität, Energiewirtschaft sowie Gewerbe und Industrie entwickelt werden.
Für den Bereich Energieeffizienz soll ein Masterplan erarbeitet werden. Darüber hinaus wird im Kapitel "Klima und Umwelt" die Ausarbeitung eines Energieeffizienzgesetzes angekündigt.
Konkrete Maßnahmen im Regierungsprogramm
- Masterplan-Energieeffizienz
- Thermische Sanierungsoffensive für Altbauten ergänzend zur WBF
- Thermische Sanierungsoffensive für Nicht-Wohngebäude
- Anreizprogramm zur Heizungssanierung und Kesseltausch
- Beseitigung der nicht-finanziellen Hindernissen für Investitionen im Bereich energetische Sanierung
- Erhöhung des Anteils von Neubauten mit Passivhausstandards
- Energieeffizienz als Kriterium bei öffentlichen Ausschreibungen
- Entwicklung von standardisierten und österreichweit einheitlichen Energieberatungen für Haushalte und Unternehmen
- Erarbeitung eines Anreizprogramms zum Umstieg auf energieeffiziente Produkte
- Stärkere Nutzung der Abwärme
