Wie bekommen Unternehmen einen Zugang zur Anwendung zum Energieeffizienzgesetz?

Energielieferanten, öffentliche Stellen, Unternehmen sowie Energiedienstleister (z.B. Energieauditoren), die Meldungen an die Monitoringstelle machen müssen oder Energieeffizienzmaßnahmen melden wollen, brauchen einen Zugang zur eigens entwickelten Anwendung zum Energieeffizienzgesetz, die in das Unternehmensserviceportal (USP) eingebettet wird. Die Einrichtung dieses Zugangs ist in der Regel unkompliziert und schnell möglich. In manchen Fällen kann die Anmeldung zum USP aber bis zu zwei Wochen dauern (z.B. bei ausländischen Unternehmen). Wir bitten Sie, diese Vorlaufzeit bei der Planung von Meldungen zu berücksichtigen.
 

Anwendung zum Energieeffizienzgesetz

Die für die Meldung von Audits oder Energieeffizienz-Maßnahmen sowie zur Registrierung von Energiedienstleistern notwendige Anwendung zum Energieeffizienzgesetz im USP wird nicht direkt von der Monitoringstelle Energieeffizienz bereitgestellt. Das BMNT hat den Auftrag für die Entwicklung und den Betrieb dieser Anwendung an einen IT-Dienstleister vergeben.

Die Anwendung steht für Unternehmen (inkl. Energiedienstleister) über das Unternehmensserviceportal zur Verfügung. Unternehmen können ihre Stammdaten (Anzahl der Mitarbeiter, Umsatz, Bilanzsumme, Energieabsatz etc.) angeben bzw. ändern und Energieaudits melden. Ebenso ist die Registrierung für Energiedienstleister und die Meldung von Energieeffizienzmaßnahmen möglich.

Der Zugang erfolgt über www.usp.gv.at unter „Meine Services – Anwendung zum Energieeffizienzgesetz“.

Um den Meldeverpflichtungen möglichst effizient nachkommen zu können steht ein Handbuch zur Verfügung:

 

Einen Zugang zur Anwendung zum Energieeffizienzgesetz bekommen Unternehmen über einen zweistufigen Registrierungsprozess: 

 

1 | Registrierung im Unternehmensserviceportal


Das Unternehmensserviceportal des Bundes (USP) bietet umfassenden Datenschutz, maximale Sicherheit und Synergien zu weiterer Behördenkommunikation. Es ist das zentrale Internetportal der österreichischen Bundesregierung für Unternehmen und bietet direkten Zugang zu zahlreichen E-Government-Anwendungen sowie unternehmensrelevante Informationen.
 
Ein Zugang zum USP ist die Voraussetzung für die Durchführung von Meldungen an die Monitoringstelle. Unternehmen, die noch über keinen Account im USP verfügen, müssen sich dafür registrieren.
 
Um ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten zu können, gelten für das USP Zugangsbeschränkungen. Entsprechend muss die Registrierung für das Unternehmensserviceportal  beim Bundesministerium für Finanzen erfolgen und kann nicht über die Monitoringstelle abgewickelt werden.
 
Für die Registrierung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

Handy-Signatur oder Bürgerkarte
Diese Art der Registrierung ist möglich, wenn Sie für Ihr Unternehmen einzelvertretungsbefugt sind UND bereits über eine Handy-Signatur oder Bürgerkarte verfügen. Wir empfehlen Ihnen, nach Möglichkeit diese Variante zu nutzen. Mehr Informationen dazu finden Sie [hier].
 
Als Einzelunternehmer
Wenn Sie Einzelunternehmer sind UND über eine FinanzOnline-Zugangskennung verfügen, registrieren Sie Ihr Unternehmen auf www.finanzonline.at durch Klick auf den Link "Zum Unternehmensserviceportal registrieren". Mehr Informationen dazu finden Sie [hier].
 
Als FinanzOnline-Administrator
Wenn Sie für Ihr Unternehmen über eine FinanzOnline-Zugangskennung mit Administrator-Rechten verfügen, registrieren Sie Ihr Unternehmen auf www.finanzonline.at durch Klick auf den Link "Zum Unternehmensserviceportal registrieren". Mehr Informationen dazu finden Sie [hier].
 
Über das Finanzamt
Wenn Ihr Unternehmen noch nicht in FinanzOnline registriert ist und über keine einzelvertretungsbefugte Person mit Handy-Signatur oder Bürgerkarte verfügt, ist eine Registrierung über das Finanzamt notwendig. Mehr Informationen dazu finden Sie [hier].


Nutzen Sie auch den Online-Ratgeber, um Ihren einfachsten Weg ins USP zu finden:
 

 

Antworten auf zahlreiche Fragen zum Unternehmensserviceportal finden Sie außerdem [hier].

 

2 | Registrierung bei der Monitoringstelle Energieeffizienz

Damit die Monitoringstelle weiß, welchen Organisationen sie den Zugang zur Anwendung zum Energieeffizienzgesetz freischalten soll, ist auch eine Registrierung bei der Monitoringstelle Energieeffizienz erforderlich.

Die Registrierung bei der Monitoringstelle ist unkompliziert. Sie umfasst neben Kontaktdetails die Angabe einer eindeutigen Identifikationsnummer (Firmenbuchnummer, Vereinsregisternummer oder Ordnungsnummer des Ergänzungsregisters für sonstige Betroffene ERsB), mit deren Hilfe die Monitoringstelle den Zugang zur Anwendung im USP freischalten kann.
 
Unternehmen, die sich zwischen Jänner und Mai 2015 bereits über das Registrierungsformular des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) registriert haben, müssen die Registrierung nicht noch einmal durchführen. Haben sich Unternehmen ab Mai 2015 bereits über das Registrierungsformular der Monitoringstelle angemeldet, ist eine abermalige Registrierung ebenfalls nicht notwendig.

EnergieauditorInnen, die bereits im Register der qualifizierten Energiedienstleister eingetragen sind, müssen sich nicht mehr registrieren.
 
 

 

Hinweis für Konzerne

Große Unternehmen gemäß § 9 EEffG
Die Konzernmutter trägt die Verantwortung für die Erfüllung der Verpflichtung gemäß § 9 EEffG. Aus diesem Grund reicht es aus, wenn sich lediglich die Konzernmutter bei der Monitoringstelle registriert. Diese muss in der Anwendung zum Energieeffizienzgesetz angeben, für welche Tochterunternehmen die Verpflichtung gilt und in welcher Art und Weise diese erfüllt wird.
 
Will ein Tochterunternehmen allerdings ihren Teil der Verpflichtung selbst erfüllen und melden (es führt beispielsweise selbst ein Audit durch und meldet dies), braucht auch dieses Tochterunternehmen einen Zugang zur Online-Anwendung im USP und muss sich bei der Monitoringstelle registrieren.
 

Energielieferanten gemäß § 10 EEffG
Hinsichtlich der individuellen Verantwortlichkeit für die Verpflichtung findet bei Energielieferanten keine automatische Zuordnung zum Mutterunternehmen statt. Eine solche Zurechnung zum Mutterunternehmen ist aber nicht ausgeschlossen und bedarf der wechselseitigen Zustimmung. Eine Bündelung der Verpflichtung hat aus administrativen Erwägungen auch Sinn, da es so wenig Hauptverpflichtete wie möglich geben sollte.
 
Gibt es keine wechselseitige Zustimmung, so muss jedes (verpflichtete) Tochterunternehmen eines gemäß § 10 EEffG verpflichteten Konzerns selbst Energieeffizienzmaßnahmen nachweisen und nicht nur das Mutterunternehmen. In diesem Fall werden die Konzernteile hinsichtlich ihrer Verantwortung getrennt betrachtet. Jedes verpflichtete Unternehmen braucht in so einem Fall einen Zugang zur Online-Anwendung im USP und muss sich bei der Monitoringstelle registrieren.

Wird die Verpflichtung und Meldung der Maßnahmen vom Mutterunternehmen übernommen, muss nur dieses sich bei der Monitoringstelle registrieren.

Hinweis
Sollten Sie noch über keinen Account im USP verfügen, nutzen Sie bitte den folgenden Link, der zum Online Ratgeber für die USP-Registrierung führt:
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