Sanierung Schulgebäude, Landeslandwirtschaftliche Landeslehranstalt Rotholz, Innsbruck, Tirol
Realisierung

Mai 2015 bis September 2016

Bereich

Gebäude

Umsetzer

TIGEWOSI, Fürstenweg 27, 6020 Innsbruck

Investitionen

Internat: € 5,0 Mio. , Hallenbad und Turnhalle: € 2,0 Mio.

Einsparung

HWB alt: 66,8 kWh/m²a ; HWB neu: 8,9 kWh/m²a

Maßnahmen
  • Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Fenstertausch
  • Fassadendämmung
  • Aufbringung einer Photovoltaikanlage


Abbildung 1 © Günther Richard Wett

Die Landwirtschaftliche Landeslehranstalt in Rotholz bietet den Schülern der Fachhochschule für Landwirtschaft seit Ende der 1960er Jahre die Unterkunft in einem Wohnheim an, das 1968 als südliche Verlängerung des bestehenden Gebäudes errichtet wurde. Da dieses Schülerheim inzwischen weder energetisch noch funktionell modernen Anforderungen entspricht, wurde der Architekt Hannes Niedermair 2014 von der TIGEWOSI mit der Planung für die Sanierung und Erweiterung des zweigeschossigen Bestandbaus beauftragt. Die Realisierung des Projektes erfolgte sodann zwischen Mai 2015 und September 2016, wobei die örtliche Bauaufsicht (TIGEWOSI) bezüglich Termin und Ausführungsqualität gefordert war.

Infolge eines Geländesprungs gliedert sich das Schülerwohnheim in zwei Gebäudeteile, die über ein mittig situiertes Stiegenhaus miteinander verbunden sind. Diesem Internatsgebäude schließt sich im Osten ein zweigeschossiger Verbindungstrakt an, der zum einen Umkleideräume und Sanitäranlagen aufnimmt und zum anderen als Zugang in ein Nebengebäude mit Hallenbad und Turnhalle dient.

Das Wohnheim beherbergte vor dessen Umgestaltung insgesamt 52 Dreibettzimmer für 156 Schüler. Darüber hinaus waren und sind im Nordflügel Garagenplätze und Lehrwerkstätten, sowie im Südflügel ein Schießstand und diverse Freizeiträume untergebracht.


Abbildung 2 © Günther Richard Wett

Das in die Jahre gekommene Gebäude entsprach in wärmetechnischer Hinsicht bei weitem nicht den heutigen energietechnischen Erfordernissen. Durch die Kompaktheit des Gebäudes wurde somit nicht nur den von der WBF geforderten Energiekennzahlen Rechnung getragen, sondern es wurde der nächste Schritt in Richtung Passivhaus gesetzt.
Das gesamtheitliche Ziel des bauliche Eingriffs war es, die Gebäudehülle des Schülerwohnheims thermisch zu sanieren, die veraltete Haustechnik zu erneuern, die Internatszimmer mit Nasszellen auszustatten und die Räume grundlegend zu modernisieren. Für die thermische Sanierung wurden alle Fenster getauscht und die Fassade neu gedämmt. Zusätzlich wurde eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung installiert, die einzelnen Internatszimmer wurden mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet.

Von der Schule selbst wurde eine Photovoltaikanlage aufgebracht.

Schlussendlich stehen jetzt 80 moderne Zweibettzimmer für insgesamt 160 Schüler mit eigenen Nasszellen zur Verfügung. Die gesetzten technischen wie baulichen Maßnahmen garantieren nun ein angenehmes Raumklima sowie eine optimierte Nutzung bei Heizung und Kühlung.
Ein schlichtes Funktionsgebäude aus den 70iger Jahren musste nicht gänzlich abgebrochen werden sondern konnte in ein architektonisch gelungenes und energetisch auf dem neuesten Stand der Technik gebrachtes Gebäude umgebaut werden.


Abbildung 3 © Günther Richard Wett

Beteiligte

Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Rothol
Bauleitung: Ing. Ferdinand Jenewein
Ferdinand.jenewein(at)tigewosi.at

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