Neubau Technologiezentrum Plus-Energie-Standard, Seestadt Aspern, Wien
Realisierung

2011 bis 2013

Bereich

Gebäude

Umsetzer

Wirtschaftsagentur Wien / Stadt Wien

Investitionen

15 Mio. Euro

Einsparung

keine (Neubau)

Maßnahmen
  • Add-On Fassade
  • Abwärmenutzung Serverräume
  • thermisch optimierte Gebäudehülle
  • Verschattung
  • Fassadenbegrünung

Das aspern IQ ist ein Technologiezentrum im Stadtentwicklungsprojekt „Seestadt Aspern“, welches den Plus-Energie-Gebäudestandard erreicht. Konzipiert als Standort und Zentrum für innovative und wachstumsorientierte Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnik fungiert es als Arbeitsplatz für rund 250 Personen. Dabei wurde auf möglichst umweltschonende Bauweise geachtet. Es kam Ökobeton zum Einsatz, welcher 80% weniger CO2-Emissionen verursacht als herkömmlicher Beton. Außerdem wurde auf PVC und andere klimaschädliche Materialien zur Gänze verzichtet.

Mit einer Bruttogebäudefläche von 8.800m² ist es das erste Hochbauprojekt in der Seestadt Aspern und dabei als ein Vorzeigeprojekt geplant und umgesetzt worden. Durch die Einbindung von Bauphysik, thermischer Gebäudesimulation, Tageslichtsimulation und Bauökologie konnte ein spezifischer Heizwärmebedarf (HWB) von 8 kWh/m²a erreicht werden. Dies wurde vor allem durch den Einbau einer thermisch optimierten Gebäudehülle mit 26 cm starker Wärmedammung in einer Spezialfassade, sowie der Abwärmenutzung der Serverräume bewerkstelligt. Zur Abdeckung von Spitzenlasten wird zusätzlich Fernwärme eingesetzt.


Abbildung 1 © aspernIQ David Bohmann

Diese Fassade ist eine sogenannte Add-On Fassade, also eine der Gebäudehülle vorgesetzte Fassade. Sie dient der Energieproduktion als auch der Verschattung und Begrünung des Gebäudes. Die automatische Steuerung der integrierten Jalousien wurde auf ein Optimum aus aktiver und passiver Nutzung des solaren Eintrages programmiert. Damit werden 100% der einfallenden Direktstrahlung von der gebäudeintegrierten Photovoltaikanlage, welche 140 kWp Leistung aufweist, verwertet. Darüber hinaus wurden zwei Kleinwindkraftanlagen in das Gebäude eingebaut. Diese beiden Energieproduktionseinrichtungen produzieren jährlich knapp 140.000 kWh Strom und tragen maßgeblich zum niedrigen Primärenergiebedarf (PEB) des Gebäudes von 51 kWh/m²a bei.

Zur Kühlung des Gebäudes wurden Leitungen in den Betonkern eingelassen welche mit Grundwasser bestückt werden. Zusätzlich wird vor allem in der Übergangszeit ein Rückkühler am Dach des Gebäudes zugeschaltet, der einen höheren Wirkungsgrad aufweist. Mit diesen Maßnahmen konnte ein zonenbezogener Kühlbedarf (KB) von 23 kWh/m3a erreicht werden.

Durch diese Maßnahmen erreichte das Gebäude 944 von 1.000 möglichen Punkten nach ÖGNB und ist mit dem klimaaktiv Gebäudestandard als Passivhaus zertifiziert.


Abbildung 2 © Wirtschaftsagentur Wien/Kurt Kuball

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